
Warum du deine Spargelschalen nicht wegwerfen solltest
Saftig, aromatisch und immer auf den Punkt gegart
Spargel ist ein echtes Highlight im Frühling – aber wusstest du, dass du aus den Schalen eine unglaublich aromatische Suppe zaubern kannst? Viele werfen sie einfach weg, dabei stecken genau dort die meisten Geschmackstoffe drin!
Mit einer Spargelsuppe aus Schalen nutzt du den ganzen Spargel – und machst dabei auch noch etwas richtig Gutes für die Umwelt und deinen Geldbeutel.
Zutaten für deine Spargelsuppe aus Schalen
Für den Fond:
- 400 g Spargel (weiß), nur Schalen und holzige Enden benötigt
- 900 ml Wasser
- 100 ml Weißwein
- 1 EL Butter
- 1 Prise Zucker
- Salz nach Geschmack
Für die Suppe:
- 25 g Butter
- 25 g Mehl
- 200–250 ml Sahne
Optional:
- Einige gekochte Spargelstücke (z. B. aus dem gleichen Spargel), für mehr Biss
Rezept-Video
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Spargelsuppe aus Schalen kochen
Schritt 1 – Spargelfond vorbereiten
Los geht’s mit dem leckeren Spargelaroma: Schäle deinen weißen Spargel gründlich und schneide die holzigen Enden ab. Diese Reste kommen in ein Sieb und werden kurz unter kaltem Wasser abgespült – für ein sauberes Aroma im Sud.
In einem großen Topf bringst du nun Wasser, Weißwein, Butter, Salz und Zucker zum Kochen. Jetzt gibst du (wenn du magst und den ganzen Spargel nutzen möchtest) die Spargelstücke hinzu und lässt sie ca. 8–10 Minuten leicht köcheln. Danach nimmst du sie heraus und stellst sie beiseite.
Schritt 2 – Schalen auskochen
Aber auch ohne die Spargelstücke kannst du eine köstliche Suppe zaubern, dann nutzt du nur die Schalen und Enden. Dafür kommen die Schalen und Enden in den Topf. Stell die Hitze runter, sodass der Fond nur noch leicht simmert. Lass alles für etwa 20 Minuten ziehen – so entfaltet sich das volle Spargelaroma!
Schritt 3 – Mehlschwitze zubereiten
Während der Fond durchzieht, bereitest du die Basis für deine Suppe vor: Schmelze Butter in einem separaten Topf, gib das Mehl dazu und verrühre beides kräftig – das ergibt eine klassische Mehlschwitze. Keine Sorge: Klingt nach Schule, schmeckt aber nach Zuhause. 😉
Schritt 4 – Suppe vollenden
Nun passierst du den Spargelfond durch ein feines Sieb direkt in die Mehlschwitze. Nach und nach zugeben und dabei ständig rühren – so entstehen keine Klümpchen. Ist der gesamte Sud drin, darf die Suppe noch 2–3 Minuten leicht köcheln.
Dann gibst du die Sahne hinzu, verrührst alles gründlich – und voilà: Eine cremige, duftende Suppe ist geboren!
Schritt 5 – Optional: Spargelstücke zurück in die Suppe
Jetzt kannst du die vorgekochten Spargelstücke wieder dazugeben. Kurz mit erwärmen lassen – und fertig ist die perfekte Konsistenz! Auch ideal, falls mal ein paar Spargelstangen vom Vortag übrig geblieben sind. Sollten du keine Spargelstücke haben, dann ist es eben eini cremige Suppe ohne Einlage.
Optional: So verfeinerst du deine Suppe mit extra Spargelstücken
Wenn du ein bisschen mehr Textur in der Suppe magst, kannst du die Spargelstücke, die du zu Beginn gekocht hast, wieder mit dazugeben. Schneide sie vorher leicht schräg – das sieht nicht nur edel aus, sondern macht auch beim Essen mehr Spaß.
Tipps & Tricks rund um die Spargelsuppe aus Schalen
- Spargel richtig schälen: Am besten mit einem Sparschäler von oben nach unten – und ruhig zwei Mal drüber gehen.
- Fond nicht zu stark kochen: Nur simmern lassen, damit der Geschmack sanft extrahiert wird.
- Suppe zu dünn? Einfach etwas länger köcheln lassen oder ein Löffelchen mehr Mehl einrühren.
So lagerst du Reste richtig – oder frierst sie ein
Die Suppe hält sich gut 2–3 Tage im Kühlschrank. Einfach luftdicht verschließen und bei Bedarf sanft aufwärmen – nicht kochen!
Du willst sie auf Vorrat? Kein Problem – einfrieren geht super. Einfach portionsweise in Dosen oder Beuteln einfrieren. Vor dem Servieren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Übrigens: Wenn du Spargel anders zubereitest und diesmal keine Lust hast Spargelsuppe zu machen, dann kannst du auch einfach die gewaschenen Spargelschalen und Enden einfrieren. So kannst du auch sammeln und eine größere Portion Spargelsuppe machen.
Warum diese Suppe ein echter Saisonklassiker ist
Spargelzeit ist jedes Jahr etwas Besonderes – und mit dieser Suppe holst du wirklich alles raus. Sie schmeckt nach Frühling, nach Zuhause, nach „noch einen Teller bitte“. Außerdem ist sie nachhaltig, günstig und dabei richtig edel.
Häufige Fragen zur Spargelsuppe aus Schalen
1. Schmeckt die Suppe wirklich intensiv nach Spargel?
Ja! Die Schalen und Enden geben ein erstaunlich kräftiges Aroma ab – viele merken gar nicht, dass kein kompletter Spargel in der Suppe steckt.
2. Muss ich Weißwein verwenden?
Nein, du kannst ihn durch etwas Zitronensaft und mehr Wasser ersetzen. Der Wein sorgt aber für eine feine Note.
3. Kann ich die Suppe auch vegan machen?
Klar! Einfach auf eine pflanzliche Butter und vegane Sahne zurückgreifen – klappt super.
4. Wie vermeide ich Klümpchen bei der Mehlschwitze?
Ganz einfach: Den Fond langsam und unter ständigem Rühren zugeben. So wird’s immer schön glatt.
5. Was passt gut zur Suppe?
Ein frisches Baguette, Croutons oder ein Kräuteröl als Topping – so wird’s richtig rund. Hier in Norddeutschland isst man auch gerne mal Nordseekrabben dazu. Einfach auf dem Teller in die Suppe geben.
6. Kann ich auch grünen Spargel verwenden?
Prinzipiell ja, aber der Geschmack wird anders – grüner Spargel hat weniger Schalen und ist etwas herzhafter.
Fazit: So lecker und nachhaltig war Spargel noch nie!
Mit dieser Spargelsuppe aus Schalen nutzt du den vollen Geschmack deiner Lieblingsfrühlingszutat – ganz ohne Verschwendung. Einfach, cremig, lecker – und mit deiner persönlichen Note. Also: Ran an den Spargel und losgekocht!
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